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¡Viva Valencia!
20. Oktober 2026
Die 8A auf Sprachreise in Spanien
Vom 27. September bis zum 2. Oktober verschlug es die diesjährige 8. Klasse gemeinsam mit Prof. Günther und Prof. Eckert an die spanische Küste nach Valencia. Da wir dort im Rahmen des Erasmus+-Programmes bei Gastfamilien übernachteten, lernten wir die spanische Sprache in zahlreichen Gesprächen viel näher (und auch viel schneller) kennen als in den Höraufgaben des Schulbuches. War das Verstehen der Valencianer zu Wochenanfang noch eine Herausforderung, konnten wir uns nach einigen Tagen immer besser mit ihnen unterhalten.
Vier programmgefüllte Tage erwarteten uns in Valencia, also hatten wir am Ankunftstag Freizeit. Einige nutzten die Stunden für ein Sonnenbad am Stadtstrand, andere erkundeten bereits die Gassen der Innenstadt. Und manche gewöhnten sich mit einer ersten Siesta ins spanische Leben ein.
Den Programmbeginn machte montags eine Stadtführung durch die Altstadt Valencias, vorbereitet in deutscher Sprache von unserer ehemaligen Spanisch-Sprachassistentin Mireilla, die nahe Valencia zuhause war und uns viel über die alten Mauern und zahlreichen Plätze zu erzählen hatte. Im Anschluss durfte natürlich auch das valencianische Traditionsgetränk Horchata nicht fehlen, eine Erdmandelmilch, deren Süße in unserer Klasse gemischte Gefühle auslöste. In neunzehn zufriedene Gesichter blickte man anschließend während dem gemeinsamen Tapas-Abend, wo unter anderem die Paella Valenciana getestet wurde.
Tag zwei startete mit einem Besuch in der futuristischen Stadt der Künste, deren geschwungene Glasfassaden die perfekte Kulisse für ein Gruppenfoto boten. Vorbei an den muschelähnlichen Bauten zog es einen Teil der Gruppe in den Oceanográfic, dem größten Aquarium Europas, während andere sich aufmachten, um den Markt zu besuchen.
Nachmittags holte uns dann auch 1500 Kilometer von zuhause entfernt der Ernst des Lebens ein, denn wir hatten 16 Spanisch-Einheiten in der Sprachschule gebucht. Highlight dort waren definitiv die verschiedenen Gruppenspiele (und die Pausen, in denen sich eine hungrige Kolonne in den Supermarkt aufmachte und ein gefülltes Weckerl nach dem anderen ausprobierte).
Am dritten Tag stand dann noch ein spezieller Besuch an: unsere Partnerschule am Rande Valencias. Ein Austausch in drei Sprachen stand uns bevor, denn die Schülerinnen und Schüler dort lernten Deutsch. Wir sollten natürlich unser bestes Spanisch sprechen. Wenn es doch einmal haperte, wurde in Englisch vermittelt. Gehirnleistung par excellence also während unserer Präsentationen über das österreichische Leben. Die Valencianer wiederrum hatten deutsche PowerPoints über ihren Alltag in Spanien. Ausklingen ließen wir den Nachmittag mit einem Spaziergang durchs Dorf und einem späten Mittagessen. Danach hatten wir noch einmal Unterricht.
Am vierten und letzten Tag war nach der Schule eigentlich eine Bootsfahrt im nahegelegenen Naturschutzgebiet geplant, doch fiel diese kurzfristig wortwörtlich ins Wasser. Gegen zehn wurden alle 800.000 Valencianer durch einen Katastrophenschutz-Alarm auf ihrem Handy hochgeschreckt, der ab dem Nachmittag heftige Unwetter verkündete. Die Angst vor Starkregen saß in der gesamten Provinz nach den verheerenden Überschwemmungen vor zwei Jahren tief, also wurde das Alltagsleben Schritt für Schritt dichtgemacht. Läden schlossen und die Metro stellte ihren Betrieb ein. Die Regenfälle setzten glücklicherweise erst nach unserer Abreise früh am nächsten Morgen ein und blieben unter Kontrolle.
Freitags hieß es also schon wieder Abschied nehmen von unseren Gastmüttern und Gastvätern und von dieser Stadt, die wir als Gäste der Einheimischen bestimmt intensiver kennengelernt hatten als die meisten Hotelurlauber. „¡Hasta la próxima!“ („Bis zum nächsten Mal!“) wurde uns hinterhergerufen, als wir ins Taxi stiegen und Richtung Aeropuerto losdüsten. Oft wurde angeboten, beim nächsten Besuch erneut bei unseren Gasteltern zu übernachten und wer weiß: immerhin mussten wir ja sowieso noch unsere Tour durchs Naturschutzgebiet nachholen.
Vielen Dank an Prof. Eckert und Prof. Günther für diese tolle, letzte Klassenreise!
Julian Frank, 8A