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Jugendliche lernen ein Stück oberösterreichischer Zeitgeschichte kennen

12. März 2018

Wie können ehemalige Schulkameraden, die in der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs völlig konträre Schicksale erfahren haben, unter denen sich Opfer, Mitläufer und Täter finden, nach Kriegsende wieder jährlich zusammenkommen, sich an ihre gemeinsame Schulzeit erinnern und alte Freundschaften wieder aufleben lassen?

Dieser spannenden Frage ist Dr. Egbert Bernauer, Historiker und ehemaliger Lehrer am BRG Fadingerstraße, nachgegangen. Anlass dazu war ein Erinnerungsalbum dieser Klasse (Maturajahrgang 1921), das er im Schularchiv des BRG Khevenhüllerstraße gefunden hatte. Bei den Klassentreffen nach dem Zweiten Weltkrieg haben die ehemaligen Schüler dieses angelegt.

Dabei ist sein Buch „Wir sind noch einmal davongekommen!“ SS- Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner und seine Mitschüler als Synonym für die NS-Kriegsgeneration in Österreich. entstanden, das er am Freitag, dem 9.Februar 2018, an unserer Schule den Schülerinnen und Schülern der 6a, 6b und 7a vorgestellt hat und das auch in unserer Schulbibliothek den Lesern zur Verfügung steht.

Besonders die Biographien der ehemaligen Maturanten weckten das Interesse unserer Schüler. Betroffen zeigten sie sich vom Schicksal von Alfred Hackl, einem Euthanasieopfer in Hartheim, und Ernst Kaltenbrunner, dem Leiters des Reichsicherheitsamts in Berlin und Stellvertreter von Heinrich Himmler und somit verantwortlich für den Mord an Millionen von Juden.

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich nicht nur intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus in Oberösterreich auseinander, sondern bekamen auch Anregungen zum (vor)wissenschaftlichen Arbeiten. Denn auch unser Schularchiv birgt ausreichend Material, um spannende vorwissenschaftliche Arbeiten zu verschiedenen Themen aus unserer Schulgeschichte zu verfassen.

(AM)

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